White Label
Kurzdefinition
White Label bedeutet, dass ein Produkt oder Dienst unter der Marke eines anderen Unternehmens angeboten wird, ohne dass der eigentliche Hersteller sichtbar ist.
Erklärung
Bei White Label stellt ein Anbieter ein Produkt bereit, das ein anderes Unternehmen unter eigenem Namen und Auftritt an seine Kunden verkauft. Der Hersteller bleibt im Hintergrund. In der Softwarewelt betrifft das etwa Berichte, Portale oder ganze Anwendungen, die Agenturen und Dienstleister mit ihrem Logo anbieten. Der Vorteil ist, dass du ein Angebot erweiterst, ohne selbst zu entwickeln. Wichtig sind vertragliche Fragen: Wer ist Vertragspartner des Endkunden, wer haftet bei Störungen, wer leistet Support und wie ist die Verarbeitung personenbezogener Daten geregelt? Auch Abhängigkeiten gehören zur Planung, denn dein Angebot steht und fällt mit dem Hersteller. Prüfe, welche Anpassungen möglich sind, etwa eigene Domain, Farben und Texte, und wie ein Ausstieg geregelt wäre.
Beispiel
Eine Agentur bietet ihren Kunden ein Reporting-Portal mit eigenem Logo an. Technisch stammt die Software von einem Anbieter, den die Kunden nicht sehen. Im Vertrag ist geregelt, wer den Support übernimmt und wie die Daten bei einem Wechsel des Herstellers an die Agentur zurückgegeben werden.